<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>So war&#8217;s &#8211; #journalistenschule</title>
	<atom:link href="https://hashtag-journalistenschule.de/category/so-wars/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://hashtag-journalistenschule.de</link>
	<description>Das medienpädagogische Projekt der DJS</description>
	<lastBuildDate>Sun, 28 Mar 2021 16:16:42 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>

<image>
	<url>https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2020/04/cropped-journalistenschule-profile-1-32x32.jpg</url>
	<title>So war&#8217;s &#8211; #journalistenschule</title>
	<link>https://hashtag-journalistenschule.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>5 Dinge, die wir bei #journalistenschule gelernt haben</title>
		<link>https://hashtag-journalistenschule.de/2019/11/29/5-dinge-die-wir-bei-journalistenschule-gelernt-haben/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=5-dinge-die-wir-bei-journalistenschule-gelernt-haben</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffi Fetz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2019 07:45:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[So war's]]></category>
		<category><![CDATA[#journalistenschule]]></category>
		<category><![CDATA[Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Praktika]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://2019.djs-online.de/?p=749</guid>

					<description><![CDATA[Viele der teilnehmenden Journalist*innen haben geschrieben, dass sie an diesem Tag mehr gelernt haben als ihre Schüler*innen. Denn #journalistenschule ist immer auch ein bisschen Mediennutzungsforschung. Wir wollen von den Schüler*innen ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele der teilnehmenden Journalist*innen haben geschrieben, dass sie an diesem Tag mehr gelernt haben als ihre Schüler*innen. Denn #journalistenschule ist immer auch ein bisschen Mediennutzungsforschung. Wir wollen von den Schüler*innen wissen: Wie informiert ihr euch? Welche Themen vermisst ihr in unserer Berichterstattung? Was können wir besser machen? Eine kleine Umfrage in den Klassen von DJS-Absolventin Ramona Drosner hat dabei zum Beispiel ergeben: „Immerhin die Hälfte aller Achtklässler*innen konsumiert mindestens wöchentlich Nachrichten.“</p>
<p>Im Klassenzimmer wurde klar: ein Grundvertrauen gegenüber Journalist*innen ist vorhanden. Vor allem bei Großereignissen lesen/hören/schauen die Schüler*innen ganz bewusst bestimmte Medien. „Positiv aufgefallen ist mir: Ein Gefühl für journalistische Relevanz ist bei allen Schülern vorhanden. Soft News sehen sie teilweise durchaus kritisch, ein Bewusstsein für Qualitätsjournalismus ist vorhanden, auf dem man gut aufbauen kann“, so DJS-Absolvent Philipp Kosak nach seinem Besuch. „Euer Vertrauen, dass wir gut und sauber arbeiten, ist am Ende unsere Währung.“ Dieser Satz leuchtete der Klasse von DJS-Absolvent Christopher Bonnen ein, als es in der Diskussion um die journalistische Glaubwürdigkeit ging.</p>
<p>Was wir 2019 von #journalistenschule gelernt haben:</p>
<ol>
<li><strong>Nehmt junge Menschen ernst 1</strong>: Nachrichten sind Nachrichten. Es braucht mehr als eine pseudo-lockere Aufmachung bei Instagram &amp; Co., um ein jüngeres Publikum anzusprechen.</li>
<li><strong>Nehmt junge Menschen ernst 2</strong>: Viele Schüler*innen bewegen sich reflektierter und aufgeklärter durchs Netz als so manche Erwachsenen.</li>
<li><strong>Wir müssen nicht immer die Schnellsten sein</strong>. Auch junge Menschen mögen sorgfältig recherchierte Informationen und einen ausgeruhten Blick auf die Lage.</li>
<li><strong>Transparenz-Offensive</strong>: Wir müssen weiterhin mehr erklären, wie Medien machen funktioniert. Weil immer wieder Fragen kommen, wer die Agenda bestimmt und wie groß der Einfluss von Politik und Wirtschaft auf Medien ist.</li>
<li><strong>Wir müssen über Geld reden</strong>. In den Diskussionen ging es oft darum, wie Journalismus finanziert wird, ob sich Redaktionen von Werbepartnern beeinflussen lassen, wie viel Recherchen kosten. Wenn wir klar machen, wofür wir Geld brauchen, ist es auch einfacher, junge Menschen dazu zu bringen, journalistische Arbeit zu bezahlen. Und auch in einem anderen Punkt müssen wir über Geld reden: Wenn es darum geht, Menschen den Weg in den Journalismus zu ermöglichen, die sich keine zig unbezahlten Praktika in überteuerten Großstädten leisten können. Immer noch sind zu viele Praktikant*innen im Journalismus gar nicht oder zu schlecht bezahlt.</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was Fake News mit Sokrates zu tun haben</title>
		<link>https://hashtag-journalistenschule.de/2019/09/18/matthias-zuber-was-haben-fake-news-mit-sokrates-zu-tun/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=matthias-zuber-was-haben-fake-news-mit-sokrates-zu-tun</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffi Fetz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2019 06:53:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[So war's]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Fake News]]></category>
		<category><![CDATA[Hoax]]></category>
		<category><![CDATA[Hof]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Zuber]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://2019.djs-online.de/?p=672</guid>

					<description><![CDATA[Ein paar subjektive Beobachtungen von Matthias Zuber (31. LR.) zu seinem Besuch im Rahmen der Aktion #journalistenschule am Jean-Paul-Gymnasium in Hof. Das letzte Mal war ich hier, als ich mein ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_673" aria-describedby="caption-attachment-673" style="width: 840px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-673 size-large" src="http://2019.djs-online.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Matthias-Zuber-1024x767.jpeg" alt="Matthias Zuber besuchte sein ehemaliges Gymnasium in Hof" width="840" height="629" srcset="https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Matthias-Zuber-1024x767.jpeg 1024w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Matthias-Zuber-300x225.jpeg 300w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Matthias-Zuber-768x575.jpeg 768w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Matthias-Zuber-1200x899.jpeg 1200w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Matthias-Zuber.jpeg 1276w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /><figcaption id="caption-attachment-673" class="wp-caption-text">Matthias Zuber besuchte sein ehemaliges Gymnasium in Hof</figcaption></figure>
<p><em>Ein paar subjektive Beobachtungen von Matthias Zuber (31. LR.) zu seinem Besuch im Rahmen der Aktion #journalistenschule am Jean-Paul-Gymnasium in Hof.</em></p>
<p>Das letzte Mal war ich hier, als ich mein Abiturzeugnis abgeholt habe. Das war vor 32 Jahren und fast schmerzhaft prosaisch. Und jetzt – ich erkenne meine alte Schule wieder. Immerhin. Ich habe schon lange nicht mehr an sie gedacht. Jetzt bin ich hier, um etwas über Pressefreiheit zu erzählen und mit den Schüler*innen der 10. Jahrgangsstufe darüber zu diskutieren. Jean Paul blickt neugierig von seiner Litfaßsäule im Schulhof.</p>
<p>Wie ich so vor meiner alten Schule stehe, blitzen Erinnerungen auf. Unangenehme – zum Beispiel an meinen Physik-Lehrer, an die – wie ich es als Pubertierender empfand. Geistige Enge. Und angenehmee Erinnerungen: An verrückte Videodrehs, in deren Folge ein Auto explodierte. Einsätze von Feuerwehr und Polizei wegen unserer „Kunstaktionen“, wie wir sie nannten. Es gab hier auch Englisch-, Deutsch-, Griechisch-, Kunst- Lehrerinnen und Lehrer, die tatsächlich Lebensweg prägend waren für mich.</p>
<p>In der Aula wirft der Beamer das erste Bild meiner Präsentation an die Leinwand. Die Stühle davor sind noch leer. Es ist 11 Uhr 17. Noch 13 Minuten.</p>
<p>Da steht in Arktisblau, der Trabbi-Farbe: „JOURNFAKEISM?“. „Journfakeism“? Mal echt? &#8211; Das ist schon ein wenig platt, denke ich. Gestern sah das noch besser aus und hatte sich auch noch viel besser gelesen. Jetzt ist mir „Journfakeism“ peinlich und ich überlege, die erste Folie noch schnell zu ändern. David Sendelbach, der Deutsch, Geschichte und Sozialkunde unterrichtet, unterbricht den Stream of Consciousness mit einem freundlichen Lächeln und einem Handschlag. Er ist viel jünger als ich, trägt eine Brille und hat eine weiche, freundliche Art. Er hat sich bereit erklärt, zwei seiner raren Sozialkundestunden in der 10. Jahrgangsstufe für unsere Aktion zum Tag der Pressefreiheit zu opfern. Immerhin. Er hatte am Telefon gesagt, dass Fake News ein Thema ist für die Jugendlichen. Warum habe ich mich nur für diese blöde Überschrift entschieden.</p>
<p>David Sendelbach stellt mich kurz vor: Schüler am Jean-Paul-Gymnasium, Philosophiestudium, Deutsche Journalistenschule, freier Autor für Print, Radio und Fernsehen, Produzent, Kameramann, Cutter, eigene, kleine Produktionsfirma in Berlin, Dozent&#8230; Der erste Schlag geht gleich mitten ins Getriebe: „Wie frei ist der Autor?“ Ich überlege kurz, welcher Freiheitsbegriff wohl gemeint ist, entscheide mich dann aber gegen eine Proseminarstunde Philosophie und erzähle praktisch aus meiner Arbeitswelt: „Mir läuft eine Geschichte über den Weg“, sage ich, „die mich fasziniert im Positiven wie Negativen und von der ich glaube, dass sie auch andere Menschen interessieren kann. Ich schreibe ein Exposé und biete es verschiedenen Redaktionen an.“ Das ist der Moment der Unfreiheit. Ich bin darauf angewiesen, dass eine Redakteurin, ein Redakteur, die Geschichte haben will. Es kann sein, dass ich als Autor in diesem Stadium Kompromisse machen, die ursprüngliche Geschichte an die Zielsetzungen der Redaktion anpassen muss. Wobei – ich muss gar nicht – ich kann sie auch einer anderen Redaktion anbieten. Im Endeffekt ist das meine Entscheidung. Und: wenn sie keiner kauft, die Geschichte? Na dann muss ich vielleicht doch Kompromisse machen, wenn die Miete noch nicht bezahlt ist in dem Monat – ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass das schon mal so war.</p>
<p>Wenn die Geschichte verkauft ist, bin ich wieder vollkommen frei bis zur Abnahme durch die Redaktion. Ich zeige das Video dem Redakteur, der Redakteurin und gehe auf die nachvollziehbaren und sinnvollen Änderungswünsche ein, auf die nicht nachvollziehbaren nicht. Berufe mich auf mein Recht als Autor. Im schlimmsten Fall ändert die Redaktion das dann doch gegen meinen Willen. Dafür darf dann mein Name nicht im Abspann erscheinen, weil ich mit dem Produkt nicht in Verbindung gebracht werden will. Das ist aber noch nie passiert. Ich fühle mich in meiner Arbeit als Autor also ziemlich frei. Ob das überzeugt hat? Ist das Skepsis im Blick der jungen Frau?</p>
<p>Ich erzähle mehr von meiner Arbeit, von den Geschichten, die ich schon produziert habe, gehe auf Fragen dazu ein und beginne danach mit der Präsentation: Prinz Williams Stinkfinger. Ein Foto, das so aussieht als würde der englische Prinz der Masse den ausgestreckten Mittelfinger entgegenstrecken. Das Bild hatte damals einen Shitstorm in sozialen Netzwerken ausgelöst. Ein Foto, das zum selben Zeitpunkt aus einer anderen Perspektive aufgenommen wurde, zeigt, dass der Prinz in Wirklichkeit drei Finger dem Publikum zeigt. Wir sprechen über Perspektiven und was wohl guten Journalismus von Informationen aus sozialen Netzwerken unterscheidet. Die Schüler*innen bekommen in kurzer Zeit selbständig die wichtigsten journalistischen Kriterien zusammen: immer bis zur eigentlichen Quelle recherchieren, immer auch die andere Seite berücksichtigen und zu Wort kommen lassen, keine Fakten für die Geschichte anpassen oder falsch wiedergeben, andere, vertrauenswürdige Personen gegenlesen, gegensehen, gegenhören lassen.</p>
<p>Das BR-Video über „Lügen im Internet &#8230;“ soll weiter ins Thema „Fakes“ führen. „Sind Fakes eine Erscheinung unserer Tage? Erst mit Erfindung des Internets entstanden?“, frage ich nach dem Video. Eine Schülerin meldet sich und sagt, dass es ja schon im antiken Griechenland eine Philosophenrichtung gab, der es mehr darum ging, mit rhetorischen Mitteln Versammlungen zu beeinflussen und es mit der Wahrheit nicht so genau nahm. Klar – die Sophisten – da hätte ich auch drauf kommen können – was für eine kongeniale Idee. Die junge Frau ist der schlagende Beweis für den Sinn, die Inspiration und die Aktualität von Altgriechisch an Gymnasien.</p>
<p>Wir sprechen über die Genialität des platonische Sokrates, der im Clinch mit den Sophisten lag. In einem dieser Dialoge sprengt er sogar die Grenzen seiner Sprache, indem er bemerkt, dass das Wort „πειθω“ zwei verschiedene Handlungen bezeichnet („ich überrede“ und „ich überzeuge“). Wir diskutieren in die Richtung, dass guter Journalismus auf keinen Fall „überredet“, sondern wenn dann „überzeugt“, immer aber die Fakten mit einem hohen Maß an Aufrichtigkeit und Umsichtigkeit wiedergibt. Eben wie der platonische Sokrates der Wahrheit verpflichtet ist. Und wenn es nicht die eine Wahrheit gibt, bildet der gute Journalismus dann eben mehrere ab im Vergleich.</p>
<p>Wir sprechen darüber, warum gerade guter Journalismus für eine Demokratie wichtig ist. Klar. Wie soll jemand in seinem Interesse wählen, wenn die Wahrnehmung seiner Welt auf Fakes beruht&#8230; Es macht Spass mit den jungen Mitbürger*innen zu diskutieren. Sie sind freundlich, sie sind wach, sie sind alles andere als „geistig eng“. Ich habe eine subjektive Liste mit journalistischen Fakes zusammengestellt, beginnend mit Benjamin Harris, der in seiner Zeitung «Publick Occurrences Both Forreign and Domestick» in Boston am 25.09.1689 gemeine Fake News über Ludwig XIV verbreitete, über Tito, der Figur aus Pitigrillis Roman „Kokain“ von 1922, Janet Cooke, Konrad Kujau bis zu – natürlich – Claas Relotius. Wir besprechen, warum die meisten Fake-News-Produzenten oft über Jahre erfolgreiche ihre Geschichten verkaufen konnten. Weil die meisten von ihnen irgendwann einmal große, wichtige und wahre Geschichten publiziert haben und das Vertrauen ihrer Auftraggeber besaßen. Zum anderen weil sie oft in ihren Geschichten die Vorurteile ihrer Leser bedienen. Sie beschreiben die Welt, wie sie sich der Mainstream vorstellt, statt das bestehende Bild von Dingen, Personen, Gegenden zu konterkarieren.</p>
<p>In einem kurzen Film erklären Albrecht Ude, Michael Hoerz und Marcus Lindemann, mit welchen Werkzeugen und Arbeitsweisen man Fakes oder sogenannte Hoax im Internet entlarven kann. Der Film stammt von der Berliner Journalistenschule (BJS), die vor fast drei Jahren die BJS Aktion „Ein Zelt voller Geschichten“ dokumentieren ließ.</p>
<p>Und plötzlich ist es fünf nach eins und in der Präsentation schlummern noch neun Folien. Die jungen Erwachsenen warten geduldig auf das Schlusswort. Ich verspreche immerhin die Präsentation zu schicken, David Sendelbach überreicht mir einen Jean-Paul-Gymnasiums-Schal, einen Jean-Paul-Gymnasiums-Stift und einen Jean-Paul-Gymnasiums-Schreibblock. Sowas gab es zu meiner Zeit auch nicht. Ein bisschen neidisch bin ich in diesem Moment, denke dann an das expoldierende Auto und bin wieder mit meiner Vergangenheit versöhnt. War gut die Zeit hier an der Schule ganz damals und jetzt auch. Jetzt sogar so gut, dass ich mir überlege wiederzukommen. David Sendelbach fand die 95 Minuten anscheinend auch gut, weil er fragt, ob ich so etwas noch einmal auch ohne „Tag der Pressefreiheit“ in anderen Jahrgangsstufen machen könnte. Vielleicht wird ja so aus dem „Immerhin“, ein „Immerwiederhin“ &#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Es ist wirklich Interesse an unserem Beruf da&#8221;</title>
		<link>https://hashtag-journalistenschule.de/2019/09/18/stefan-maier-in-haag-es-ist-wirklich-interesse-an-unserem-beruf-da/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=stefan-maier-in-haag-es-ist-wirklich-interesse-an-unserem-beruf-da</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffi Fetz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2019 06:17:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[So war's]]></category>
		<category><![CDATA[#journalistenschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern2]]></category>
		<category><![CDATA[BR]]></category>
		<category><![CDATA[Haag]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Oberbayern]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Maier]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://2019.djs-online.de/?p=663</guid>

					<description><![CDATA[Stefan Maier (22. LR.) leitet den Programmbereich Bayern 2 und besuchte die Realschule Haag in Oberbayern. Die Fragen stellte Patrick Wagner (57. LR.). Was ist dir von der Aktion #journalistenschule ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-665 size-large" src="http://2019.djs-online.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Stefan-Maier--1024x665.jpg" alt="" width="840" height="546" /></p>
<p><em>Stefan Maier (22. LR.) leitet den Programmbereich Bayern 2 und besuchte die Realschule Haag in Oberbayern. Die Fragen stellte Patrick Wagner (57. LR.).<br />
</em></p>
<p><strong>Was ist dir von der Aktion #journalistenschule besonders in Erinnerung geblieben?</strong><br />
Haag ist doch ein gutes Stück entfernt von München, deshalb bin ich schon am Vorabend hingefahren und hab dann mit meinem Bus auf dem Parkplatz der Realschule übernachtet. Am morgen wurde ich dann von einer Lehrerin mit frischen Butterbrezen empfangen. Das fand ich sehr nett. Auch der Direktor, die anderen Lehrer*innen und die Schüler*innen haben mich sehr herzlich empfangen. Alle waren Feuer und Flamme für den Workshop.</p>
<p><strong>Was hat dich denn an dem Tag positiv überrascht?</strong><br />
Ich habe den Schüler*innen der neunten Klasse einen Packen Meldungen mitgebracht. Wichtige und unwichtige. Dann haben wir gemeinsam überlegt, welche Nachrichten relevant und welche irrelevant sind. Da war das Votum einstimmig. Ereignisse wie der Brand der Notre Dame oder der Busunfall in Madeira fanden sie wichtig.</p>
<p><strong>Was hast du denn bei der Übung eigentlich erwartet?</strong><br />
Ich habe befürchtet, dass der ganze Social-Media-Quark für die jungen Schüler*innen viel interessanter wäre. Dieser Verdacht hat sich zum Glück nicht bestätigt. Themen, die kaum relevant sind, haben auch bei denen keinen Platz. Da unterscheiden sich die Neuntklässler*innen von heute kaum von meinen Kommiliton*innen an der DJS damals.</p>
<p><strong>Und was hat dich negativ überrascht?</strong><br />
Bei uns im BR wird das Thema Podcast ziemlich gepusht. Wir glauben, dass wir damit die jungen Leute erreichen. Als ich gefragt habe, wer von den Schüler*innen Podcast hört, haben sich nur wenige gemeldet. Das war ziemlich ernüchternd. Da stimmt unser eigenes Wunschdenken wohl doch nicht mit der Realität überein.</p>
<p><strong>Und was wollten die Schüler*innen von dir wissen?</strong><br />
Das waren teilweise ganz banale Fragen wie: Wie kann man eigentlich Journalist*in werden? Fragen, die gezeigt haben, dass wirklich Interesse an unserem Beruf da ist. Das hat mich beeindruckt. Wir haben dann gemeinsam erarbeitet, was für Medienmarken die Schüler*innen so kennen. Da waren die Süddeutsche Zeitung, der Münchner Merkur und Lokalblätter in und um Haag eigentlich allen ein Begriff. Das fand ich sehr erfreulich. Offensichtlich spielt der Journalismus bei den Schüler*innen der neunten Klasse bereits eine wichtige Rolle. Eine Schülerin war so aufgeweckt und interessiert, da kann ich mir gut vorstellen, dass wir die bald wiedersehen. Entweder bei euch in der DJS oder bei mir im BR. Ich glaube, die hat Blut geleckt.</p>
<p><strong>Gibt es etwas, das du von deinem Besuch mitnimmst?</strong><br />
Zuhören und auch vermeintlich banale Dinge nicht für selbstverständlich erachten. Ich hatte an der Schule ein Radio dabei und habe dann die BR-Wellen durchgeklickt, um den Schüler*innen die Unterschiede in den Programmen zu zeigen. Einige haben da ganz große Augen bekommen und waren ganz überrascht, dass der BR so viele verschiedene Programme anbietet.</p>
<p><strong>Was können wir als Journalist*innen in unserer Berichterstattung besser machen?</strong><br />
Das, was immer gilt. Viel erklären und alles transparent machen. Als ich das Thema Meldungen durchgegangen bin, habe ich erstmal erklärt, wo wir das Material herbekommen, mit dem wir arbeiten. Das war ein Exkurs, der für die Schüler*innen total interessant war. Zu erfahren, da gibt es Meldungen und wir Journalist*innen kuratieren und überprüfen die nach bestimmten Kriterien. Auch wenn das für uns selbstverständlich ist. Wir haben es ja nicht mit Profis, sondern ganz normalen Hörer*innen zu tun, die einen Anspruch darauf haben, Sachen erklärt zu bekommen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auch ohne Zeitung lesen viel Medienkompetenz</title>
		<link>https://hashtag-journalistenschule.de/2019/09/17/christopher-bonnen-keine-bekloppten-vorwuerfe/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=christopher-bonnen-keine-bekloppten-vorwuerfe</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffi Fetz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2019 16:35:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[So war's]]></category>
		<category><![CDATA[#journalistenschule]]></category>
		<category><![CDATA[BR]]></category>
		<category><![CDATA[Fake News]]></category>
		<category><![CDATA[Instagram]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kaarst]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenez]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[tagesschau]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://2019.djs-online.de/?p=681</guid>

					<description><![CDATA[&#160; Christopher Bonnen (56. LR.) war zusammen mit Robin Köhler (55. LR.) am Georg-Büchner-Gymnasium in Kaarst. Vor acht Jahren hat Christopher dort selbst sein Abitur gemacht. Carmen Maiwald (57. LR.) ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-682 size-large" src="http://2019.djs-online.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Christopher-Bonnen-und-Robin-Koehler-1024x753.jpg" alt="Christopher Bonnen und Robin Köhler" width="840" height="618" srcset="https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Christopher-Bonnen-und-Robin-Koehler-1024x753.jpg 1024w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Christopher-Bonnen-und-Robin-Koehler-300x220.jpg 300w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Christopher-Bonnen-und-Robin-Koehler-768x564.jpg 768w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2019/09/2019_Christopher-Bonnen-und-Robin-Koehler.jpg 1113w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><em>Christopher Bonnen (56. LR.) war zusammen mit Robin Köhler (55. LR.) am Georg-Büchner-Gymnasium in Kaarst. Vor acht Jahren hat Christopher dort selbst sein Abitur gemacht. Carmen Maiwald (57. LR.) hat ihn zu seinem Schulbesuch befragt:<br />
</em></p>
<p><strong>Hast du von dem Besuch etwas für deine journalistische Praxis mitnehmen können?</strong><br />
Für meine Grundeinstellung konnte ich viel aus dem Schulbesuch mitnehmen. Ich war extrem davon überrascht, wie hoch die Medienkompetenz der Schüler*innen war. Die wussten extrem genau, was guter und schlechter Journalismus ist und haben bei Gesprächen über Themenauswahl direkt mit gesellschaftlicher Relevanz argumentiert. Meine Eindrücke von den Schülern haben mich irgendwie beruhigt. Nicht Zeitung zu lesen ist nicht gleichbedeutend mit mangelnder Medienkompetenz. Die Schüler*innen der 10. und 11. Klasse lesen viel auf News Apps wie Spiegel Online und schauen auch noch lineares Fernsehen wie die Tagesschau. Bei Instagram sind sie übrigens nicht für News.</p>
<p><strong>Was war für dich überraschend an dem Schulbesuch?</strong><br />
Es gab recht wenige Fragen, weil die Schüler*innen sehr viel wussten oder zumindest ein gutes Gespür dafür hatten, nach welchen Logiken Journalismus funktioniert.</p>
<p><strong>Haben die Schülerinnen auch klare Kritik geäußert? </strong><br />
Sie haben aktiv mitgemacht, aber gleichzeitig kamen keine super kritischen Fragen, wo schon der Vorwurf in der Frage steckt. Robin hat einen Film aus seiner Arbeit beim BR gezeigt. Davor haben wir gefragt: In der perfekten Welt, mit wem würdet ihr für einen Beitrag zu dem Thema reden, wenn man alle Gesprächspartner kriegen würde. Nachdem wir uns den Beitrag angeguckt haben, haben wir abgehakt, wer drin war und wer warum nicht. Da kamen von den Schülern auch keine bekloppten Vorschläge oder Vorwürfe, warum ein Gesprächspartner fehlte. Richtig ruhig wurde es dann sogar, als es bei &#8220;Fake News&#8221; vs. journalistische Glaubwürdigkeit um Grundsätzliches ging: &#8220;Euer Vertrauen, dass wir gut &amp; sauber arbeiten, ist am Ende unsere Währung&#8221; &#8211; das hat wohl eingeleuchtet. Es war ein toller Besuch!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frage aus Waldkirch an den taz-Journalisten Benno Stieber</title>
		<link>https://hashtag-journalistenschule.de/2018/05/09/frage-aus-waldkirch-an-den-taz-journalisten-benno-stieber/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=frage-aus-waldkirch-an-den-taz-journalisten-benno-stieber</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Henriette Löwisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2018 20:20:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[So war's]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Benno Stieber]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Fake News]]></category>
		<category><![CDATA[Freischreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnasium Waldkirch]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Waldkirch]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://2018.djs-online.de/?p=464</guid>

					<description><![CDATA[Hat Ihnen schon mal jemand viel Geld dafür geboten, etwas nicht zu schreiben? Nein, leider.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hat Ihnen schon mal jemand viel Geld dafür geboten, etwas nicht zu schreiben?</p></blockquote>
<p>Nein, leider.</p>
<div class="_3x-2" data-ft="{&quot;tn&quot;:&quot;H&quot;}">
<div data-ft="{&quot;tn&quot;:&quot;H&quot;}">
<div class="mtm">
<div class="_2a2q"></div>
</div>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Medien müssen junge Menschen besser ansprechen</title>
		<link>https://hashtag-journalistenschule.de/2018/05/09/jugendliche-medien-vielfalt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=jugendliche-medien-vielfalt</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Henriette Löwisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2018 20:02:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[So war's]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Deeg]]></category>
		<category><![CDATA[Echo-Verleihung]]></category>
		<category><![CDATA[Fake News]]></category>
		<category><![CDATA[Farid Bang]]></category>
		<category><![CDATA[funk]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhart-Hauptmann-Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kollegah]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Rapper]]></category>
		<category><![CDATA[SWR]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesbaden]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://2018.djs-online.de/?p=455</guid>

					<description><![CDATA[Claudia Deeg (34. Lehrredaktion) ist heute Journalistin beim SWR. Am Tag der Pressefreiheit war sie an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Wiesbaden. Ihre Erfahrung:  Medien müssen junge Menschen besser ansprechen. Manche Sachen ändern ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Claudia Deeg (34. Lehrredaktion) ist heute Journalistin beim SWR. Am Tag der Pressefreiheit war sie an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Wiesbaden. Ihre Erfahrung:  Medien müssen junge Menschen besser ansprechen.</em></p>
<p>Manche Sachen ändern sich nie. Das Gewusel und Gequatsche frühmorgens vor und im Schulgebäude hört sich an wie früher, als die Gerhart-Hauptmann-Schule in Wiesbaden noch keine Realschule, sondern ein Gymnasium war. Im Computerraum dann Stille, Aufmerksamkeit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-457 alignleft" src="http://2018.djs-online.de/wp-content/uploads/2018/05/GHS-Schild-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/GHS-Schild-300x225.jpg 300w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/GHS-Schild-768x576.jpg 768w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/GHS-Schild-1024x768.jpg 1024w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/GHS-Schild-1200x900.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Meine Frage: „Wie informiert Ihr Euch?“ ist von den insgesamt 65 Schülerinnen und Schülern, die mir in den jeweiligen Doppelstunden mit der 10E, der 10A und einer 9. Klasse gegenüber sitzen, kurz beantwortet: „Instagram, Snapchat, Youtube, Facebook“. Wenn die Jugendlichen für die Schule recherchieren, googlen sie und landen auch mal auf Seiten deutscher TV-Sender oder Zeitungen.</p>
<p>„Guckt Ihr zu Hause Fernsehnachrichten?“<span id="more-455"></span></p>
<p>„Selten, eher zufällig, mit den Eltern ab und zu.“ „Oder in der Halbzeitpause in der Champions League“, sagt ein Schüler und lacht. Was teuer eingekaufte Sportrechte möglich machen… Kinder und ihre Eltern, die selten oder nie öffentlich-rechtliches Fernsehen schauen, haben in diesen Momenten einen Zugang. Die Fußball-WM kann kommen!</p>
<p>Einige Schülerinnen und Schüler sehen Berichterstattung kritisch: „Die Medien rennen oft in dieselbe Richtung.“ „Warum macht ihr erfolgreiche Rapper kaputt?“ Immer wieder geht es um die Echo-Verleihung und die Diskussion um Kollegah und Farid Bang. „Jetzt kommen die Alten und geben ihren Echo zurück, große Medien machen die beiden Rapper fertig, aber wir – die Jungen – finden sie gut.“</p>
<p>Die Schülerinnen und Schüler der Klassen haben den Eindruck, sie kommen mit ihrer Meinung zu kurz, werden nicht repräsentiert. Dass es Interviews mit den Rappern und deren Fans gab, geht offenbar unter. Wir reden über Antisemitismus und den Spagat zwischen Meinungsfreiheit, künstlerischer Freiheit und moralischer Verantwortung, Menschenwürde.</p>
<p>Einige kennen funk – das Jugendangebot von ARD und ZDF – und nutzen es. Wir schauen einen Ausschnitt namens <a href="https://www.funk.net/channel/loesch-dich/loesch-dich-so-organisiert-ist-der-hate-im-netz-i-doku-ueber-hater-und-trolle/loesch-dich-doku/">Lösch Dich: So organisiert ist der Hass im Netz. </a> Ein Schüler fragt: „Aber ist da nicht immer alles &#8216;links&#8217;?“</p>
<p>Auch die Türkei-Berichterstattung in Deutschland ist in den Augen mancher Schüler einseitig, zu Erdogan-kritisch. Sie schauen lieber türkisches Fernsehen. „Ist das einseitig?“, frage ich. Zögern, Raunen, Lachen. Wir einigen uns darauf, dass es Sinn macht, unterschiedliche Quellen zu nutzen. Sich nicht einfach berieseln lassen, die Infos, die ich automatisch per Grundeinstellung über mein Smartphone bekomme, auch mal hinterfragen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-459 alignright" src="http://2018.djs-online.de/wp-content/uploads/2018/05/GHS-Plakat-e1525895768765-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/GHS-Plakat-e1525895768765-225x300.jpg 225w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/GHS-Plakat-e1525895768765-768x1024.jpg 768w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/GHS-Plakat-e1525895768765-1200x1600.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p>Ich bin beeindruckt, wie offen und sachlich heikle Themen diskutiert werden – unter Erdogan-Anhängern und Erdogan-Kritikern in einer Klasse. Sicher auch das Verdienst der Lehrerinnen und Lehrer.</p>
<p>Wir spielen das <a href="https://www.swr.de/unternehmen/medienkompetenz/swrfakefinder/-/id=14490918/did=19677724/nid=14490918/g1xwed/index.html">Fake-Finder-Quiz</a> des SWR und amüsieren uns, wenn die Mehrheit daneben liegt, wenn es darum geht „fake“ oder „not fake“ einzuschätzen. Und alle schauen mit großem Interesse <a href="https://www.br.de/sogehtmedien/index.html">„So geht Medien“</a> – das Tutorial über Fake News.</p>
<p>Bei aller Kritik waren wir uns einig: Pressefreiheit und Medienvielfalt sind ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Die Betroffenheit war groß, als wir darüber sprachen, dass Journalisten ermordet werden, weil sie Missstände aufdecken – selbst in Europa, wie in Malta und der Slowakei.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Sind Sie Lobbyistin?&#8221;</title>
		<link>https://hashtag-journalistenschule.de/2018/05/06/journalistenschule-birgit-wentzien-gespraech/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=journalistenschule-birgit-wentzien-gespraech</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Leonie Sontheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2018 19:13:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[So war's]]></category>
		<category><![CDATA[#journalistenschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit Wentzien]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlandfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://2018.djs-online.de/?p=400</guid>

					<description><![CDATA[Birgit Wentzien (19. Lehrredaktion) ist heute Chefredakteurin bei Deutschlandfunk Politik. Am Albert-Einstein-Gymnasiums in Buchholz kam sie mit Schülern ins Gespräch und freute sich über kritische Fragen. „Sind Sie Lobbyistin?“ Der Schüler der ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><i>Birgit Wentzien (19. Lehrredaktion) ist heute Chefredakteurin bei Deutschlandfunk Politik. Am </i><span style="font-style: italic;" data-sheets-value="{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Albert-Einstein-Gymnasium in Buchholz in der Nordheide&quot;}" data-sheets-userformat="{&quot;2&quot;:771,&quot;3&quot;:[null,0],&quot;4&quot;:[null,2,65535],&quot;11&quot;:4,&quot;12&quot;:0}">Albert-Einstein-Gymnasiums in Buchholz <i>kam sie mit Schülern </i>ins Gespräch und freute sich über kritische Fragen.</span></div>
<div>
<p>„Sind Sie Lobbyistin?“ Der Schüler der 11. Klasse steht aufrecht in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums mitten unter einhundert Mitschülern seines Jahrgangs und blinzelt ein wenig hinüber zum Gast. „Na klar bin ich Lobbyistin!“, antworte ich vorn am Rand der Bühne. „Lobbyistin der Pressefreiheit und Lobbyistin der Deutschen Journalistenschule! Für dieses Recht und für diese Institution bin ich heute hier!“</p></div>
<p><span id="more-400"></span></p>
<div>
<p>In den Fragen der Schüler mischen sich Persönliches, Professionelles, Politisches. Warum ich Journalistin geworden bin, wollen die Schüler wissen – und wie. Was ich von Medien als „vierter Gewalt“ halte, von Fake News, Manipulation, Meinung. Und ob ich meine, dass die Meinungs- und Pressefreiheit bedroht ist, auch in Deutschland und Europa.</p>
<p>Ich antworte mit Trump, seinem Tweet zu Fake News als „enemy of the American People“. Ich antworte persönlich, professionell, politisch und will selbst von den Schülern wissen, was sie für Medien nutzen und wie und ob sie Inhalte vermissen. Es gibt keinen geregelten Weg zum Journalismus. Meiner ist einer unter vielen. Fake News gab‘s schon immer. Sie wurden nur genannt, was sie sind: Lügen und Halbwahrheiten. Und &#8211; zu hoffen ist, dass Journalismus sichtbar, hörbar, lesbar und finanzierbar bleibt.</p>
<p><!--more-->Draußen im wahren Leben vor dem Gymnasium in der Nordheide scheint die Sonne intensiv auf das Logo an der Stirnwand des Hauptgebäudes: „Lernende Schule“ steht da. Die Lobbyistin geht zurück in ihr Leben und ist dankbar für die Riesenportionen Neugier, Interesse und Aufmerksamkeit. Wir waren uns nicht in allen Punkten einig, beileibe nicht. Aber wir sind miteinander im Gespräch. Danke dafür!</p>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Trolle am Werk: Twitter und die Aktion #journalistenschule</title>
		<link>https://hashtag-journalistenschule.de/2018/05/04/journalistenschule-worueber-wir-schreiben/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=journalistenschule-worueber-wir-schreiben</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Leonie Sontheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2018 11:16:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[So war's]]></category>
		<category><![CDATA[#journalistenschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Trittbrettfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Trolls]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://2018.djs-online.de/?p=263</guid>

					<description><![CDATA[Zwischenzeitlich war der Hashtag auf Platz vier der am meisten verwendeten Tags. Das Problem: Jeder kann Hashtags verwenden – auch losgelöst von dem eigentlichen Kontext. Mit #journalistenschule möchten wir Journalismus transparent ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zwischenzeitlich war der Hashtag auf Platz vier der am meisten verwendeten Tags. Das Problem: Jeder kann Hashtags verwenden – auch losgelöst von dem eigentlichen Kontext. </em></p>
<p style="margin: 0px 5px 0px 0px;">Mit #journalistenschule möchten wir Journalismus transparent machen. Wie arbeiten wir? Warum spielen Zeit und Geld auch im Journalismus eine Rolle? Deswegen sind gestern zum Tag der Pressefreiheit rund 100 Alumni der Deutschen Journalistenschule an ihre ehemaligen Schulen gegangen, um mit Schülern ins Gespräch zu kommen. Diese Aktion wurde und wird unter dem Hashtag #journalistenschule im Internet beworben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="margin: 0px 5px 0px 0px;">Dieser Hashtag landete zwischenzeitlich auf Platz vier der am meisten verwendeten Tags. Je höher ein Hashtag in den Trends liegt, desto mehr Aufmerksamkeit erhält er. Damit ist er aber auch anfällig für Missbrauch derjenigen, die gerne Aufmerksamkeit hätten.<span id="more-263"></span></p>
<p style="margin: 0px 5px 0px 0px;">Das passierte auch mit #journalistenschule, den Internet-Trolle am 3.5. 2018 verwendeten. An dieser Stelle möchten wir deswegen darauf hinweisen, dass diese Beiträge nicht von uns geteilt wurden. So wird unsere Aktion #journalistenschule nun wohl selbst Beispiel dafür, was Journalisten im Alltag beschäftigt. Hier möchten wir transparent mit diesen Herausforderungen – konkret: dem Troll unter #Journalistenschule – umgehen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das will die Journalistin von den Schülern wissen</title>
		<link>https://hashtag-journalistenschule.de/2018/05/03/journalistenschule-marion-ammichts-fragebogen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=journalistenschule-marion-ammichts-fragebogen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Leonie Sontheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2018 15:10:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[So war's]]></category>
		<category><![CDATA[#journalistenschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Marion Ammicht]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://2018.djs-online.de/?p=238</guid>

					<description><![CDATA[Marion Ammicht (32. Lehrredaktion) ist freie Kulturjournalistin und Filmautorin. Sie schickte den Schülern im St. Bonaventura-Gymnasium in Dillingen an der Donau schon vor ihrem Besuch einen Fragebogen: Was wir Journalisten euch ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Marion Ammicht (32. Lehrredaktion) ist freie Kulturjournalistin und Filmautorin. Sie schickte den Schülern im St. Bonaventura-Gymnasium in Dillingen an der Donau schon vor ihrem Besuch einen Fragebogen: Was wir Journalisten euch Schüler schon immer mal fragen wollten.</em></p>
<p>Alle DJS-Alumni, die für #journalistenschule in ihre alten Schulen zurückgekehrt sind, hatten das gleiche Ziel: Mit Jugendlichen über Journalismus reden.</p>
<p>Wie sie das tun, war den Journalisten jedoch freigestellt. Und so sind ganz unterschiedliche Methoden entstanden. Marion Ammicht wollte zunächst einiges von den Schülerinnen und Schülern wissen:</p>
<p><span id="more-238"></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-241 alignright" src="http://2018.djs-online.de/wp-content/uploads/2018/05/31949674_1844438212254649_2875023723230920704_n-300x225.jpg" alt="" width="370" height="278" srcset="https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/31949674_1844438212254649_2875023723230920704_n-300x225.jpg 300w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/31949674_1844438212254649_2875023723230920704_n-768x576.jpg 768w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/31949674_1844438212254649_2875023723230920704_n.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px" /></p>
<ol>
<li>Wo informierst Du Dich normalerweise und wo, wenn etwas Außergewöhnliches passiert?</li>
<li>Liest Du Zeitung? Schaust Du fern? Hörst Du Radio?</li>
<li>Wann, wie oft, welche Zeitung, welche Sendung, welches Programm, welche Welle?</li>
<li>Wie viel Zeit verbringst Du täglich im Internet? Welche sozialen Medien nutzt Du und warum?</li>
<li>Kennst Du den Begriff<em> fake news</em>? Was verbindest Du damit?</li>
<li>Weißt Du, wie Nachrichten gemacht werden? Wer bestimmt, was eine Nachricht ist? Wie unterscheidet sich eine Nachricht von einer Meinung, wie von einem Gerücht?</li>
<li>Was ist Pressefreiheit? Wofür brauchen wir die?</li>
<li>Habt ihr schon mal selbst was veröffentlicht? In der Schülerzeitung? Auf Instagram, Youtube, sonst wo im Netz?</li>
<li>Was nervt Dich an Journalisten? Was sollten sie anders machen? Wann findest Du, dass sie einen guten Job machen?</li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Über Hasskommentare und journalistische Kompetenz</title>
		<link>https://hashtag-journalistenschule.de/2018/05/03/die-jugendlichen-sind-heute-besser-vorgebildet/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-jugendlichen-sind-heute-besser-vorgebildet</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Leonie Sontheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2018 14:15:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[So war's]]></category>
		<category><![CDATA[#journalistenschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Niclas Seydack]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schleswig-Holstein]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://2018.djs-online.de/?p=229</guid>

					<description><![CDATA[Niclas Seydack (55. Lehrredaktion) ist für #journalistenschule 850 Kilometer quer durch Deutschland gefahren, von München nach Bad Schwartau an das Leibniz-Gymnasium. Er schreibt heute für Vice und 11Freunde. Am Tag ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Niclas Seydack (55. Lehrredaktion) ist für #journalistenschule 850 Kilometer quer durch Deutschland gefahren, von München nach Bad Schwartau an das Leibniz-Gymnasium. Er schreibt heute für Vice und 11Freunde. Am Tag der Pressefreiheit sprach er über seine Erfahrungen.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Was haben Sie vor Ihrem Besuch erwartet?</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-230 alignright" src="http://2018.djs-online.de/wp-content/uploads/2018/05/WhatsApp-Image-2018-05-03-at-12.01.57-300x300.jpeg" alt="" width="239" height="239" srcset="https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/WhatsApp-Image-2018-05-03-at-12.01.57-300x300.jpeg 300w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/WhatsApp-Image-2018-05-03-at-12.01.57-150x150.jpeg 150w, https://hashtag-journalistenschule.de/wp-content/uploads/2018/05/WhatsApp-Image-2018-05-03-at-12.01.57.jpeg 757w" sizes="auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Ich dachte, die Schülerinnen und Schüler hätten kein Interesse an der Aktion und ich müsste erst einmal eine Faszination für unsere Arbeit und den Beruf schaffen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Wie war es wirklich?</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Sie waren deutlich interessierter, als ich erwartet habe. Wenn ich daran denke, was mich mit 16 interessiert hat, waren die Jugendlichen heute besser vorgebildet. Sie haben sehr präzise Fragen gestellt. Über Kriegsjournalismus zum Beispiel. Spannend fand ich auch die Frage, ob ich mich in meinem Beruf durch die deutsche Sprache eingeschränkt fühlen würde. Weil ich dadurch ja den Rest der Welt ausschließen würde.<strong> </strong></p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Gab es denn einen Fake-News-Anhänger?</strong><span id="more-229"></span></p>
<p style="font-weight: 400;">Es gab einen Skeptiker. Nicht, dass er Lügenpresse rufen würde, aber aus seiner eigenen Erfahrung heraus war er skeptisch. Er ist Gamer und die würden sehr oft falsch dargestellt werden und Experten zitiert, die eigentlich gar keine Experten sind. Ausgerechnet bei einem Thema, das ihm wichtig ist, fühlt er sich von Journalisten nicht ernstgenommen.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Konnten Sie die Vorbehalte beruhigen?</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Es gibt leider auch Redakteure, die unsauber arbeiten. Das habe ich ihm erklärt. Aber natürlich wird es bei Themen, die den Schülern wichtig sind sehr schnell peinlich für Journalisten, wenn sie keine Ahnung davon haben.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Wie könnte man die Situation denn verbessern?</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Im Fall Gaming braucht es Kompetenz. Das funktioniert im Politikjournalismus ja auch. Dort haben die Schüler das Gefühl, dass Menschen schreiben, die Ahnung von dem Thema haben. Und im Zweifel müssen Journalisten sich Hilfe holen. Junge Redakteure oder die Jugendlichen selbst fragen, zum Beispiel. Journalistische Grundsätze sollten auch bei Themen gelten, die eher weniger Menschen interessieren. Die etablierten Medien verlieren eine Generation, wenn sie deren Themen nicht ernst nehmen. Wenn sie aber gut arbeiten, könnten sie jungen Menschen eine Heimat geben.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Glauben Sie, dass Ihr Besuch langfristig geholfen hat?</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Ich habe erzählt, wie ich von Fußballfans unter 11Freunde-Artikeln beleidigt werde und dass ich 2015 ein Praktikum in Dresden gemacht habe. Dort habe ich miterlebt, wie 20.000 Menschen am Verlagsgebäude vorbeiziehen, hasserfüllt und wütend im Chor &#8220;Lügenpresse&#8221; brüllen. Wenn Menschen jemanden treffen, der von Hasskommentaren und Lügenpresserufen betroffen ist und verstehen, dass hinter jedem Text ein Mensch sitzt, hilft das ungemein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand von denen noch einen Hasskommentar schreiben wird.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
